Veranstaltung: invasive Beatmung und "Triage", 17. März 2026
von Rio Mäuerle
Vor dem Theater verteilte Gedanken
Eröffnungstext meiner Homepage Ende Januar 2026
Es ist offensichtlich, dass über die Sinnhaftigkeit und Gefahren einer invasiven Beatmung im Rahmen des Theaterstücks „Triage“ von Maya Arad Yasur, das gerade am Landestheater Salzburg gespielt wird, geredet werden muss. Es ist nicht selbstverständlich, dass eine invasive Beatmung DIE einzige Behandlungsmöglichkeit für eine wie auch immer geartete medizinische Notfallsituation ist
Ich konnte Dr. Thomas Voshaar dazu gewinnen, für ein öffentliches Gespräch nach Salzburg zu kommen.
Gerne wie bei den öffentlichen Veranstaltungen im Salzburger Landestheater am 29. und 30.1.2026 moderiert von den Salzburger Nachrichten. Gerne im Landestheater Salzburg und gerne unter Einladung eines weiteren Experten für ein Gespräch auf hohem Niveau.
Dr. Thomas Voshaar war bis Ende 2023 Leiter der Lungenklink des Bethanienspitals in Moers. Er und sein Team haben dort ein Model zur Behandlung von Covid Patienten entwickelt, das sogenannte „Moerser Modell“. Wie auch zuvor blieb die invasive Beatmung der Ausnahmefall und es wurde ein sanfterer Weg der Beatmung gewählt. Seine Studien zeigen weit geringere Todeszahlen.
Eine sehr ruhiges informatives Gespräch über die Sinnhaftigkeit und die Gefahren der invasiven Beatmung finden Sie hier:
https://www.youtube.com/watch?v=nq2_KITvbuE&pp=ygUYYmFzdGlhbiBiYXJ1Y2tlciB2b3NoYWFy2Ab9DA%3D%3D
Stand 4.2.2026
Am Freitag, den 30.1.2026 stellte ich im Rahmen des Publikumsgeprächs mit der Autorin Maya Arad Yasur nach einer Aufführung des Theaterstück "Triage" am Landestheater Salzburg sinngemäßg folgende kurze Frage:
"Sie haben ein Theaterstück konzipiert bei dem es nur eine rettende Behandlungsart gibt: die invasive Beatmung. Im Frühjahr 2020 starben in New York 85 % der frühzeitig intubierten Menschen. Wann haben Sie das erste mal von negativen Folgen dieser Behandlungsart erfahren und wie hat das ihre Arbeit beeinflusst?"
Ich konnte nicht zuende reden und alles Ecken des Theaters kamen Rufe um mich niederzubrüllen. Ich gab das Mikrofon ab und wartete auf eine Antwort,. Nach der Übersetzung ins Englische kam von Frau Bender (Dramaturgin des Stücks), die die Moderation innehatte, die Rückantwort, dass die Autorin die Frage nicht versteht, so eine Fage auch nicht hierher gehöre und sie auf dem Podium gerne weiterreden würden. Daraufhin jubelte das Publikum und klatschte. Da die Schreie aus dem Publikum während der Übersetzung nicht aufhörten fragte ich laut ins Publikum, ob sie wirklich nie gehört hätten, dass es solche Probleme gab, da es selbst in Medien wie dem ORF oder dem Standard zu lesen war, und gab meine Homepage für weiter Informationen an.
Alleine die Tatsache, dass mich die Menschen nicht ausreden lassen wollten wirft viele Fragen auf über die es spannend wäre zu reflektieren. Als Beginn dieser Informationsseite können Sie sich selber ein Bild machen ob meine Frage völlig unberechtigt war. Niemand kann meiner Meinung nach sagen, dass er von Problemen im Rahmen der invasiven Beatmung nichts wissen hätte können.
Monitorbericht ARD vom 11.Mai.2020 https://www.youtube.com/watch?v=CSpMWJ-z0zk
ORF Bericht vom 17.April.2020 https://science.orf.at/stories/3200585
Stand 5.2.2026
Die letzten Vorstellungen des Theaterstücks Triage am Salzburger Landestheater sind am Di. 3.3.2026, Di. 10.3.2026, und Di. 17.3.2026
Wahrscheinlich können wir einen Raum in der Nähe des Landestheaters nutzen mit Video und Sound Equipment um dort drei Diskursionsabende vor/nach/während dem Stück machen können. Mit Teilnehmenden die in Präsenz da sein können, oder auch online auf einem Videoscreen anwesend sind. Die Veranstaltungen werden online gestreamt und gespeichert. Natürlich werden Repräsentanten des Landestheaters eingeladen und gerne darf die SN auch eine Moderation machen, wenn sie das will. Natürlich dürfen diese Vertreter auch Podiumsteilnehmer vorschlagen. Konkreteres in wenigen Tagen.
Stand 28.2.2026
Am Abend des 17.3.2025 wird es im "Shakespeare" in Salzburg/Mirabellplatz eine kleine Feier dafür geben, dass dieses Theaterstück endlich die Salzburger Bühne verlässt. Wir reden, wir tanzen. Wir wünschen allen zukünftigen Veranstaltungsorten auf der Welt viel Erfolg. Führt dieses Stück nur oft genug auf, das ist vielleicht eine der wenigen Möglichkeiten dieses ganze System der Unwahrheiten und Verleumdungen und die Vereinnahmung von Kultur zum Einsturz zu bringen.
Stand 17.3.2026
Feier zum Abschluß des Theaterstücks "Triage" am Landestheater Salzburg
Ich habe die letzten Wochen davon geträumt eine Gesprächsveranstaltung zu dem Theaterstück "Triage" zu veranstalten, bei dem es zentral um ethische Konflikte rund um die invasive Beatmung geht. Die invasive Beatmung ist mehr als "umstritten" (um dieses Wort mal in einem anderen Kontext zu benutzen). Ich habe emails an verschiedene Stellen des Landestheaters Salzburg geschrieben (außerdem an die Salzburger Nachrichten, und an die Theater in Kassel und Giessen- wo das Stück auch gespielt wird/wurde) und hab mich bei einer Gesprächsveranstaltung zu Wort gemeldet (wie das verlief könnt ihr auf dem blog lesen). Hab meine Homepage entdlich mal wieder schön hergerichtet um hier vom Planungsverlauf einer Veranstaltung zu diesem Stück im Shakespeare (Mirabellplatz/Salzburg) zu berichten. (Am Anfang hatte ich vorgeschlagen gemeinsam mit dem Landestheater und den Salzburg Nachrichten eine Veranstaltung zu machen. Dr. Thomas Voshaar Leiter der Lungenklinik am Bethanien Hospital in Moers während der Coronazeit wollte Salzburg besuchen (das ist erstmal abgesagt, weil es zu großen Organisationsaufwand bedeutet) .........
Das Gespräch von Bastian Barucker mit Dr. Thomas Voshaar, über die Gefahren der invasiven Beatmung, das ich ganz am Anfang meiner Aktivitäten auf dieser Seite verlinkt hatte, möchte ich dennoch nochmal hier empfehlen. https://www.youtube.com/watch?v=nq2_KITvbuE
Viele Leute um mich rum haben mir mal wieder abgeraten mich zu diesem Theaterstück zu engagieren: "Rio, das bringt doch nichts." "Mit diesen Leuten kann man nicht reden" "Du weißt doch wie das endet, wir haben schon so viel versucht". Ich war beglückt und hab mir gedacht, das gibt es doch gar nicht. Wir haben doch gute Argumente. Aber wir wissen ja alle, wie wenig es die letzten Jahre um gute Argumente geganen ist.
Die Dramaturgin hat mir im letzten email geschrieben, dass es in dem Stück eigentlich gar nicht um Triage und invasive Beamtung sondern um "Identität" gehe. Schaut euch das Stück an (zb am 3. und 10.3.2026 ) und entscheidet selbst (dürft mir das auch gerne versuchen zu erklären was dieses Stück mit Identität zu tun hat). Wir wissen dass viele Bereiche der Diskussion um Identität einfach nur Ablenkungs- und Spaltungsversuche sind. Das Stück legt vieles offen und würde eine gute Grundlage für Gespräche bieten. Das Theater und die Gesellschaft sind nicht bereit für Gespräche. Damit müssen wir leben.
Ich habe nichts zu verlieren. Ich kann mich zurückziehen. Ich brauche die große Öffentlichkeit nicht. Am 3.3.2026 haben wir ein paar zusammengeschriebene Gedanken zu dem Theaterstück vor dem Theater verteilt. Die Leute waren sehr sehr offen und es kam zu sehr schönen Gesprächen. Deshalb wiederholen wir diese Aktion vor den nächsten Aufführungen am 10. und 17.3.2026 . Nach dem Verteilen dieser Gedanken am 17.3. gehen wir ins Shakespeare zu einem gemütlichen Beisammensein um eine Rückschau zu diesem Theaterstück zu halten. Auf dass diese Aktion von der Startseite meiner homepage verschwinden kann und im Blogbereich archiviert wird.
Die Gedanken zu dem Stück, die wir verteilt haben sind als jpg ganz oben auf dieser blog Seite zu sehen. Gerne hier nochmal.